10.05. bis 13.05.2012
Der Bodensee, dieses sogenannte Schwäbische Meer, ist das größte Gewässer des Landes: 76 Kilometer lang, fast 15 Kilometer breit und bis zu 252 Meter tief. Hier realisiert die Heinz Sielmann Stiftung seit dem Jahr 2004 auf einer Fläche von rund 300 Quadratkilometern das aus etwa 80 Einzelmaßnahmen bestehende Projekt „Sielmanns Biotopverbund Bodensee".
Der dokumentierte Artenschwund bei Tieren und Pflanzen soll hierdurch in der nördlichen Bodenseeregion gestoppt und eine Trendwende eingeleitet werden. Dies geschieht in erster Linie durch die Anlage von Stillgewässern, Renaturierung von Fließgewässern, Wiedervernässung entwässerter Gebiete sowie durch Pflanzungen von Feldgehölzen und Auwäldern. Zu den bisher definierten Projektumgebungen gehören: Billafinger Tal, Salemer Tal, Seefelder Aach, Riedbachtal, Nellenbach und Eggenweiler Hof. Das Pilotprojekt ist der „Billafinger Weiher“, der heutige „Heinz-Sielmann-Weiher", in der Bodensee-Gemeinde Owingen. Dort entstand ein Teich von 1,3 Hektar Fläche. Im Umfeld wurden bislang bewirtschaftete Landwirtschaftsflächen stillgelegt und nutzlos gewordene Drainagen verschlossen. In den neu eingerichteten Feuchtgebieten wurden bereits vom Aussterben bedrohte Arten wie Raubwürger oder Drosselrohrsänger gesichtet. Das Entstehen wertvoller natürlicher Lebensgemeinschaften zeigte sich vor allem durch die Etablierung großer Bestände von Amphibien, darunter viele Laubfrösche. Vor dem Bau des „Heinz-Sielmann-Weihers" im Jahre 2004 konnten in „Sielmanns Biotopverbund Bodensee" 115 Vogelarten nachgewiesen werden. Diese Zahl ist bislang jährlich angestiegen und erreichte zum aktuellen Kenntnisstand 155 nachgewiesene Arten.





